Junge Kandidaten auf der Liste der CDU trafen sich zum Pressegespräch und Fototermin in Beckstein

25. April 2019

Lauda-Königshofen. Alle sind sichtlich motiviert beim gemeinsamen Pressetermin in Beckstein. Die „Jungen“ in der CDU luden hierzu ein und wollten sich und ihre politischen Ziele vorstellen. Bereits bei der letzten Kommunalwahl konnten aus der Nachwuchsorganisation, der Jungen Union, Kandidatinnen und Kandidaten für eine Kandidatur gewonnen werden. Auch diesmal gelang es dem Stadtverbandsvorsitzenden Marco Hess und seinem Vorstand, insgesamt 8 Mitglieder für den Gemeinderat, 2 für den Kreistag und 5 Kandidaten für die Ortschaftsratslisten zu gewinnen. „Damit sind wir die mit Abstand stärkste Vertretung der jungen Generation über alle Wahllisten im Stadtgebiet und weit darüber hinaus. Auch kreisweit ist das spitze“.

Alle Kandidaten betonten, ihnen sei viel daran gelegen, die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl zu erhöhen. Wenn nur gut die Hälfte zu Wahl ginge, sei das nicht zufriedenstellend, so der Tenor der Runde. Ziel müsse es daher besonders sein, die Wahlbeteiligung zu erhöhen und auch die junge Generation an die Urne zu bekommen. „Demokratie funktioniert nur durch mitmachen“.

Aktuell ist Marco Hess (25 Jahre) der jüngste Vertreter im Gemeinderat. Diesmal besteht die Möglichkeit, mehr junge Vertreter in die Gremien zu entsenden, da beispielsweise in Oberlauda ein amtierender Stadtrat der CDU aufhört. „Notwendig ist, dass bei den wichtigen Entscheidungen über die Zukunft unserer Stadt auch die Jugend mit an Bord ist. Neben erfahrenen Stadträte ist es auch sinnvoll, dass junge Vertreter ihre frische Ideen in die Kommunalpolitik einbringen, denn: es müssen alle Generationen bei den Entscheidungen vertreten sein“, so Dominik Martin.

Die jungen Kandidaten auf der Liste der CDU sind hochmotiviert und wollen gemeinsam mit den weiteren CDU-Kandidaten im anstehenden Wahlkampf sich und ihre Ziele vorstellen und mitarbeiten, dass sich die Stadt Lauda-Königshofen auch künftig positiv entwickelt.

„Gerade für junge Familien ist die Frage eines bezahlbaren Bauplatzes sehr wichtig“, betont beispielsweise Bastian Braun (26 Jahre) aus Oberlauda. Und sein Mitkandidat Fabian Bayer (24) ergänzt: Bauplätze in allen Stadtteilen müssen möglich und realisiert werden. Dem pflichtete auch Thomas Leimbach (28) bei, der erst kürzlich sich seinen eigenen Traum von einem Eigenheim in Oberlauda realisiert hat.

Auch das Thema Naturschutz, Landschaftspflege und Landwirtschaft wird von den Kandidaten im Gespräch beleuchtet. Philipp Hahn (28 ), von Beruf Lehrer am Gymnasium in Osterburken, ist dieses Thema sehr wichtig. Er selbst bringt sich seit vielen Jahren auch in diesem Bereich ein, hat den Weinlehrpfad mit neu konzipiert und gestaltet und ist bei der Pflege von Feld- und Wanderwegen aktiv.

„Gerade bei uns in Beckstein ist der Tourismus ein wichtiges Thema“, so Hahn. „Daneben brauchen wir aber auch gute Mobilfunkversorgung“, ergänzt er. Er sei dankbar, dass man im vergangenen halben Jahr auf Initiative der Jungen Union (wir berichteten) bereits aktiv wurde, der zuständige Staatssekretär zu Gast in Beckstein war und die Lage ausführlich besprochen wurde. Mittlerweile gibt es im Vodafone-Netz bereits deutliche Verbesserungen.

Neben Mobilfunk ist auch der Ausbau weiterer WLAN-Hotspots, welchen die Junge Union 2014 gefordert und über den Gemeinderat eingebracht hatte, auf der Agenda. Nach den ersten Standorten, soll hier der Ausbau in den Stadtteilen weitergehen, so Marco Hess.

Schule, Kindergärten und der öffentliche Personennahverkehr waren weitere Themenfelder, auf denen die Kandidaten ihre Ideen einbrachten.

Dominik Martin und Marco Hess stellten dann gemeinsam mit den weiteren Kandidaten noch ihre Forderung und das Konzept einer „BürgerApp Lauda-Königshofen“ vor. Der Grundgedanke: Bürger der Kommune können zu strittigen Themen an Umfragen teilnehmen und direkt ihre Meinungen dazu abgeben. Ergebnisse sind für den Gemeinderat zwar nicht bindend, sie dienen vielmehr als Informationsbasis zur Entscheidungsfindung. Die App beschränkt sich dabei auf die Bürger der Stadt Lauda-Königshofen. Als Pilotprojekt nannte Martin hier beispielsweise die Stadt Uhingen.

Bei den Umfragen werden Informationen über die Thematik durch die Verwaltung und die Fraktionen geliefert und die Standpunkte der einzelnen Fraktionen für die Bürger verständlich dargestellt. Jeder Bürger kann mit seinem personifizierten Zugang einmalig an einer Befragung teilnehmen.

Neben den Befragungen können weitere Bereiche in der App integriert werden. Beispielsweise für örtliche Händler und Gewerbetreibende, um Informationen, Angebote und Werbung zu schalten. Ebenfalls sollen Veranstaltungsinformationen und Vereinsnachrichten eingebunden werden. Auch eine Koppelung mit dem neu einzuführenden Ratsinformationssystem wäre denkbar.

Die Kommune erhält bei Umfragen anonymisierte Auswertungen. Diese können dann dem Gemeinderat in den entsprechenden Sitzungen vorgestellt werden.  Auswertungen können je nach Wunsch differenziert(Stadtteile/Alter) dargestellt werden.

Eine Befragung könnte durch eine Fraktion des Gemeinderates, den Ortschaftsrat eines Stadtteils oder eine Mindestanzahl an Bürgerunterschriften eingeleitet werden.

Der vielfach geäußerte Wunsch nach mehr Dialog und einer direkteren Bindung kann auch ohne aufwändige und kostenintensive Volksentscheide verwirklicht werden. Die „BürgerApp“ stellt eine zeitgemäße Bürgerbeteiligung dar, die dem Partizipationswunsch vieler Bürgerinnen und Bürger entspricht. ju

Folgende Kandidaten kandidieren für den Gemeinderat: Marco Hess (Oberbalbach), Dominik Martin und Hannes Lurz (beide Gerlachsheim), Philipp Hahn (Beckstein), Bastian Braun, Fabian Bayer und Thomas Leimbach (alle Oberlauda), Frank Schönhöfer (Lauda)

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